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SPD Rhede

Mitglieder

Mitgliederversammlung zur Ehrung langjähriger Mitglieder

Protokoll der Jahreshauptversammlung des SPD-OV Rhede  am

Sonntag,  09.10.2016,  im Vereinsheim St. Josef Rhede

TOP 1: Begrüßung und Eröffnung des Vorsitzenden

Der Vorsitzende Bernd-Josef Beckmann begrüßt die Mitglieder und eröffnet die
Jahreshauptversammlung (JHV). Namentlich begrüßt er den Fraktionsvorsitzenden
Wolfgang Teschlade, den stellvertretenden Bürgermeister Peter Deutmeyer, den
Kreistagsabgeordneten Norbert Wanning, die Bundestagsabgeordnete Ursula Schulte, die
Landtagskandidatin Nina Andrieshen sowie Frau Knufmann vom BBV.
Bernd-Josef teilt mit, dass der Ehrenvorsitzende Hubert Üffing aus gesundheitlichen
Gründen nicht teilnehmen könne, aber den Genossinnen und Genossen liebe Grüße
ausrichten lasse.

Bernd-Josef stellt sodann fest, dass die Einladungen form- und fristgerecht unter
Beifügung einer vorläufigen Tagesordnung erfolgte. Ergänzungen zur Tagesordnung
wurden von den Mitgliedern nicht vorgeschlagen. Mit Einverständnis der Teilnehmer
werden für die Tagesordnungspunkte 2 und 11 die Zeiten zwischen den Wahlgängen bei
den heutigen Vorstandswahlen genutzt.

Anschließend erinnerte der Vorsitzende in einer Gedenkminute an die seit der letzten JHV
verstorbenen Mitglieder des OV Rhede Theo Knipping und Joachim Hensel.

TOP 2: Grußwort des MdB Ursula Schulte

Ulla Schulte begrüßt die Rheder SPD-Mitglieder und die anwesenden Gäste. Sie berichtet
von ihrer Arbeit im Bundestag und in ihrem Wahlkreis. Sie sei so oft wie möglich im
Wahlkreis unterwegs, um die Bürgerinnen und Bürger zu erreichen. Dabei greife sie vor
allem die soziale Ungerechtigkeit auf. Außerdem versuche sie vehement dem rechten
Gedankengut, entgegen zu treten.
Anschließend berichtet sie aus dem Bundestagsausschuss „Ernährung und
Landwirtschaft“ und spricht die aktuellen Themen Syrienkrieg und Flüchtlingssituation, das
künftige Rentenniveau, das neue Bundesteilhabegesetz und die finanzielle Unterstützung
contergangeschädigter Menschen an. In der sich anschließende Diskussion geht es
insbesondere um gerechte Löhne, Leiharbeit, Werksverträge, Zinspolitik und die
Sicherung der Renten für die künftige Generation.

TOP 3Bericht des Vorstandes​

a) Bericht des Vorsitzenden​

In seinem Rechenschaftsbericht gibt der Vorsitzende den Mitgliedern einen Überblick über
die Aktivitäten des Vorstandes. Hierbei stellt er heraus, dass sich der Vorstand in den
letzten beiden Jahren insbesondere mit besonderen kommunalpolitischen Themen befasst
habe und dadurch die Arbeit der SPD-Fraktion im Rheder Rat unterstützte. Vor allem die
Themen Grundsteueranhebung, die Haushaltskonsolidierung, die Musikschule, das
Bachprojekt, Radschnellweg und die Flüchtingssituation waren Gegenstand von zum Teil
kontroversen Diskussionen. Soweit möglich wurden die Themen auch in den
Mitgliederversammlungen aufgegriffen. Der Vorsitzende erinnerte auch daran, dass der
Vorstand zum Thema Bachprojekt eine öffentliche Informationsveranstaltung mit dem
niederländischen Investor WBC durchführte, allerdings der Investor bereits wenige
Wochen danach Insolvenz anmeldete. Im Hinblick auf den neuen Investor, der
Hengstermann-Gruppe, seien Vorstand und Fraktion zuversichtlich, dass das Projekt
endlich realisiert werde.
Besonders eingebunden waren die Vorstandsmitglieder auch im Bürgermeisterwahlkampf
und die Unterstützung des SPD-Bürgermeisterkandidaten Hermann Thomas. Bernd-Josef
betonte, dass der Vorstand die Aufstellung eines eigenen SPD-Kandidaten auch im
Nachhinein und trotz der Niederlage als eine richtige Entscheidung bewerte.
Weiterhin ging der Vorsitzende in seinem Bericht auf das Winterfest mit dem
Bürgermeister Bernsmann und das diesjährige Sommerfest ein, für dessen Ausrichtung er
sich bei Wolfgang Teschlade und Stefan Lohscheller bedankte.

Am Ende seines Berichtes bedankt sich Bernd-Josef bei den Vorstandsmitgliedern für die
gute Zusammenarbeit in der ablaufenden Amtsperiode. Sei Dank galt vor allem den
Vorstandsmitgliedern, die sich nicht mehr zu Wahl stellen. Dies sind Linda Teklote und
Werner Tichelofen. Ebenso bedankt er sich auch bei Werner Möhlenkamp, der nach vielen
Jahren das Amt des Kassierers bzw. stellv. Kassierers abgibt.

b) Bericht des Kassierers

Niklas Lohscheller legte der Versammlung in einen kurzen Vortrag die Kassenlage des
Ortsvereins dar. Der Kassenbestand beläuft sich aktuell auf 5.884,72 Euro. Darüber
informiert er über Mitgliederstand. Der OV Rhede hat z. Z. 97 Mitglieder, darunter befinden
sich 24 Frauen. Das durchschnittliche Alter beträgt 58,7 Jahre. Die durchschnittliche
Mitgliedszeit beträgt 27,5 Jahre. Niklas möchte aus beruflichen Gründen das Amt des 1.
Kassierers abgeben und wird sich lediglich noch als stellv. Kassierer zu Wahl stellen. ER
bedankt sich für die gute und unkomplizierte Zusammenarbeit mit dem Vorsitzenden und
den Kassenprüfern.

c) Bericht der Kassenprüfer​

Franz-Josef Böing berichtet, dass er die Kasse am 04.10.2016 gemeinsam mit Herbert
Maiwald geprüft habe. Es habe keine Beanstandungen gegeben.

4. Aussprache zu Punkt 3a bis 3c

Es ergaben sich keine Nachfragen oder Anmerkungen aus der Versammlung.

5. Entlastung des Vorstandes

Der Vorsitzende bittet um Entlastung des Vorstandes. Diese erfolgte einstimmig durch
Handzeichen.

6. Wahl eines Versammlungsleiters / einer Versammlungsleiterin

Bernd-Josef schlägt der Versammlung Ursula Schulte, MdB, als Versammlungsleiterin für
die Durchführung der Vorstandswahlen vor. Da keine weiteren Personen vorgeschlagen
wurden, sprachen sich die Mitglieder einstimmig für Ursula Schulte aus.

7. Wahl einer Mandatsprüfungs- und Zählkommission

Auf Vorschlag der Versammlung werden Peter Deutmeyer, Wolfgang Weber und Sigrid
Teschlade einstimmig für die o.g. Kommission gewählt.

8.Wahl des Vorstandes

Die Versammlungsleiterin Ursula Schulte stellt fest, dass 23 OV-Mitglieder anwesend und
stimmberechtigt sind.

a) Wahl des/der Vorsitzenden

Bernd-Josef hatte bereits vor der Sitzung und auch in seinem Rechenschaftsbericht
angekündigt, dass er sich erneut zur Wahl stellt. U. Schulte erbittet weitere Vorschläge.
Aus der Versammlung gibt es keine weiteren Vorschläge. In geheimer Wahl sprechen sich
bei einer Enthaltung und keiner Gegenstimme 22 von 23 Stimmberechtigte für Bernd-
Josef als 1. Vorsitzenden des OV aus. Er nimmt die Wahl an.

In einer kurzen Statement bedankte sich Bernd-Josef bei den Mitgliedern für das erneute
Vertrauen. Er sagte zu, sich auch in seiner 4. Amtsperiode mit großem Engagement für die
Belange des Ortsvereins und selbstverständlich auch für die Ziele und Werte der
Sozialdemokratie einzusetzen. Er stelle sich gerne dieser Herausforderung und die Arbeit,
die dieses Amt mit sich bringt, mache ihm Freude. Aber natürlich stimme es ihm auch
nachdenklich, wenn er sich die schlimme Hetzjagd auf die Bocholter Parteifreunde, aber
auch auf Politiker, Flüchtlingshelfer oder andere Menschen in diesem Land vor Augen
führe. Wie er betonte, will er sich davon aber nicht einschüchtern lassen. Er möchte
weiterhin als Vorsitzender des SPD-OV wie auch als Ratsmitglied seine Meinung offen
vertreten. Er glaube aber, dass dies für Amtsinhaber, Politiker und Ehrenamtliche nur dann
möglich ist, wenn ihnen die demokratische Gesellschaft und die Bürgerinnen und Bürger
vor Ort ausreichend Rückhalt bieten. Einen ausreichenden Rückhalt biete jedoch keine
schweigende Mehrheit, sondern nur eine Gesellschaft, die sich lautstark dagegen auflehnt.
Auflehnt gegen einige Wenige in diesem Land, die glauben, sie könnten sich durch
Hassparolen, durch üble Drohungen oder gar Gewalt Menschen, die sich für ein
demokratisches und soziales Miteinander einsetzen, mundtot machen. Deshalb wünsche
er sich von den Bürgerinnen und Bürgern, dass sie in der Familie, am Arbeitsplatz, in
Vereinen, auf der Straße oder in Leserbriefen mutig Position beziehen, in dem sie Hetze
und Gewalt scharf verurteilen und sich mutig für ein demokratisches und friedliches
Miteinander aussprechen. Als Schwerpunkte der Arbeit des neuen Vorstandes nannte er
die Landtags-und Bundestagswahlen im nächsten Jahr, die Meinungsbildung für die
weiterhin zahlreichen kommunalpolitischen Baustellen und die Notwendigkeit, den Rheder
Bürgerinnen und Bürgern das politische Handeln mehr als bisher transparent zu machen.

b) Wahl der zwei Stellvertreter/innen

Die Versammlungsleiterin Ursula Schulte übergibt die weitere Versammlungsleitung an
den neu gewählten Vorsitzenden. Bernd-Josef teilt mit, dass Hermann Thomas für das
Amt des ersten stellv. Vorsitzenden und Martina Hüls für das Amt der zweiten stellv.
Vorsitzenden kandidieren. Auf Nachfrage werden keine weitere Vorschläge von der
Versammlung vorgetragen. Das Ergebnis der geheimen Wahl lautet:

  • Hermann Thomas 22 Ja-Stimmen und 1 Enthaltung
  • Martina Hüls 22 Ja-Stimmen und 1 EnthaltungBeide nehmen die Wahl an. Damit ist

Hermann als erster stellv. Vorsitzender und Martina zur zweiten stellv. Vorsitzenden gewählt.

c) Wahl der zwei Kassierer/innen

Der Vorsitzende teilt mit, dass Heike Müller bereit ist, für das Amt der 1. Kassiererin zu
kandidieren. Niklas Lohscheller stellt sich als 2. Kassierer zu Wahl. Aus der Versammlung
gibt es keine weitere Vorschläge. In wiederum geheimer Wahl werden gewählt:

  • Heike Müller mit 23 Ja-Stimmen
  • Niklas Lohscheller mit 22 JaStimmen und 1 Enthaltung

Beide nehmen die Wahl an.

d) Wahl der Schriftführer

Bernd-Josef erläutert, dass Lennart (der für die heutige Sitzung entschuldigt ist) aus
privaten Gründen vorläufig das Amt des 1. Schriftführers nicht mehr ausüben könne,
jedoch sich weiterhin im Rahmen seiner Möglichkeiten im Vorstand einbringen möchte.
Bernd-Josef schlägt daher vor, Lennart als dritten Schriftführer zu wählen. Peter
Deutmeyer habe sich bereit erklärt, für des Amt des 1. Schriftführers zu kandidieren.
Norbert Wanning stünde als erster stellv. Schriftführer zur Verfügung. Es gibt keine weitere
Vorschläge aus der Versammlung. Somit werden in geheimer Wahl wie vorgeschlagen
Peter Deutmeyer mit 23 Ja-Stimmen zum 1. Schriftführer), Norbert Wanning mit 20 Ja-
Stimmen zum ersten stellv. Schriftführer und Lennart Schwark mit 22 Ja-Stimmen zum
zweiten stellv. Schriftführer gewählt. Lennart hatte bereits im Voraus die Annahme der
Wahl signalisiert. Peter und Norbert nehmen die Wahl ebenfalls an.

e) Wahl der Beisitzer

Der Vorsitzende erläutert die vom früheren Vorstand erstellte Vorschlagsliste von 12
kandidierenden Vorstandsmitgliedern. Von den anwesenden Mitgliedern werden keine
weitere Vorschläge eingebracht. Somit werden in geheimer Wahl folgende Mitglieder als
Beisitzer in den Vorstand gewählt.

Deutmeyer, Sven 20 Ja-Stimmen / 1 Enthaltung
Hessing, Carsten 19 Ja-Stimmen / 1 Enthaltung
Lietzow, Heinz-Jürgen 22 Ja- Stimmen
Lohscheller, Stefan 23 Ja-Stimmen
Möhlenkamp, Werner 21 Ja-Stimmen
Teklote, Frank 22 Ja-Stimmen
Terörde, Rolf 23 Ja-Stimmen
Teschlade, Sigrid 20 Ja-Stimmen
Teschlade, Wolfgang 20 Ja-Stimmen
Weber, Wolfgang 20 Ja-Stimmen / 1 Nein-Stimme
Weidemann, Ludger 23 Ja-Stimmen
Wölk, Marcel 20 Ja-Stimmen

 

Die Betreffenden nehmen soweit anwesend die Wahl an. Die nicht anwesenden,
entschuldigten Mitglieder Heinz-Jürgen Lietzow und Rolf Terörde hatten bereits im Voraus
ihre Zustimmung signalisiert.

9. Wahl der Kassenprüfer-/innen

Die vom Vorsitzenden als Kassenprüfer vorgeschlagenen Mitglieder Franz-Josef Böing,
Herbert Maiwald und Werner Möhlenkamp werden ohne Gegenstimme gewählt.

10. Wahl der Delegierten für übergeordnete Parteitage

In geheimer Wahl werden folgende vorgeschlagene Mitglieder gewählt.

Als ordentliche Delegierte:

Beckmann, Bernd-Josef 23 Ja-Stimmen
Lietzow, Heinz-Jürgen 23 Ja-Stimmen
Lohscheller, Stefan 23 Ja-Stimmen
Müller, Heike 23 Ja-Stimmen
Teschlade, Wolfgang 19 Ja-Stimmen

Als Ersatzdelegierte:

Deutmeyer, Sven 22 Ja-Stimmen
Hüls, Martina 22 Ja-Stimmen
Schwark, Lennart 19 Ja-Stimmen
Teklote, Frank 20 Ja-Stimmen
Teschlade, Sigrid 20 Ja-Stimmen

Die anwesenden Delegierten nehmen das Amt an.

11. Vorstellung der Kandidatin für die Landtagswahl 2017 (wurde zwischen die
Punkte 3.a. und 3.b. verlegt)

Die nominierte Landtagskandidatin für den Wahlkreis Borken II Nina Andrieshen stellt sich
den Rheder Genossinnen und Genossen vor:
Sie ist 36 Jahre alt, verheiratet und hat 3 Kinder (4, 6 und 14 Jahre). Sie kommt aus dem
Bocholter Ortsteil Biemenhorst und ist dort im Ortsverein Süd-Ost 1. Vorsitzende sowie
sachkundige Bürgerin. Vor 2 Jahren ist sie wieder in ihrem Beruf als Erzieherin
eingestiegen und arbeitet in Teilzeit im Werther Kindergarten.
In ihrem Statement führt sie aus, dass sie im Wahlkampf insbesondere mit den Themen
Familienpolitik und Bildung aufwarten möchte. Sie spricht sich klar für die Abschaffung des
Turbo-Abiturs aus. Ein weiteres Schwerpunktthema ist für sie auch der Rechtsruck in
unserem Land, dem sie sich im Wahlkampf mit aller Kraft entgegen stellen möchte.

12. Verschiedenes (Aktuelles aus der Lokalpolitik)

Wolfgang Teschlade berichtet aus der letzten Sitzung des Bauausschusses, in der die
Brückenerneuerung, Sanierung und Öffnung der Industriestraße auf der Tagesordnung
stand. Obwohl für die gesamte Maßnahme erhebliche Fördergelder des Landes zu
erwarten sind, spricht sich die CDU gegen die von der Verwaltung vorgeschlagene
Maßnahme aus. In der Diskussion wird kritisiert, dass die CDU mit ihrer ablehnenden
Haltung sowohl die Entwicklung der Stadt verhindert als auch mit der Ablehnung von
Fördergeldern für die notwendigen Erneuerungs- und Sanierungsmaßnahmen der Stadt
finanziell schadet. Darauf hingewiesen wird, dass die Öffnung der Industriestraße wegen
der anstehenden Bebauung des alten Stadtwerke-Grundstücks dringend geboten ist und
mit der Öffnung andere Straße verkehrlich entlastet werden. Im Übrigen sei die Öffnung
der Industriestraße bereits im Verkehrsentwicklungsplan gefordert worden.

Der Vorsitzende beschließt die Versammlung und bedankt sich bei den Mitglieder für die
rege Teilnahme und und bei Ursula Schulte und Nina Andrieshen für ihr Kommen.

Für das Protokoll:

gez. Heike Müller

stellv.Schriftführer

Mitgliederversammlung zur Ehrung langjähriger Mitglieder

Protokoll der Mitgliederversammlung des SPD-OV Rhede  am

Sonntag,  30.11.2014,  in der AWO Rhede

TOP 1: Begrüßung

Der Vorsitzende Bernd-Josef Beckmann begrüßte alle anwesenden Mitglieder und den Pressevertreter, besonders begrüßte er die Jubilare und Hans-Peter Kemper, ehemaliges Mitglied des Bundestages, der anlässlich der Jubilarehrung als Gast eingeladen war.

TOP 2: Ehrung von Mitgliedern für ihre langjährige Mitgliedschaft in der SPD.

Ansprache des Vorsitzenden:

 

Liebe Jubilare,

liebe Mitglieder des SPD-OV,

liebe Gäste,

Die SPD Bundespartei hat für die praktische Parteiarbeit vor Ort eine Arbeitshilfe, einen sog. Roten Faden, erstellt.  In diesem Leitfaden werden nicht irgendwo, sondern unter Punkt 1, also an erster Stelle Ausführungen zur Ehrung von langjährigen Mitgliedern gemacht. Und so weist der Leitfaden auch als erstes darauf hin, dass diese Ehrungen in der traditionsreichen sozialdemokratischen Partei Deutschlands zu den Höhepunkten der Parteiarbeit gehören.  Wenn ihr Jubilare gleich von Hans-Peter Kemper die Parteiabzeichen erhaltet, dann will die SPD, dann wollen wir damit zum einen euer langjähriges Engagement würdigen,  zum anderen aber auch und in gleicher Weise mit dem Abzeichen und der Urkunde Dank und Anerkennung für viele Jahre Mitgliedschaft in der SPD aussprechen.

Eine Jubilarehrung ist ein guter Grund, einmal zurück zu blicken – und auch auf die von der Sozialdemokratie erreichten Erfolge in Erinnerung zu rufen. Bekanntlich blickt nämlich die SPD auf eine langjährige und stolze Geschichte des Fortschritts zurück:

 

  • Als vor 50 Jahren Georg Rang (der heute leider nicht hier sein kann) und Hubert Ueffing in die Partei eintraten, gab Willy Brandt vielen Menschen in Deutschland Ausdruck mit seiner Reaktion auf den Mauerbau in Berlin. Nach dem Godesberger Parteitag zwei Jahre zuvor erlebte die SPD einen Aufbruch: Die Partei wuchs und auch der Wählerzuspruch. Dadurch gelang es der SPD, über den Bundesrat Einfluss zu gewinnen und z. B. Verbesserungen bei der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall durchzusetzen. Zur Erinnerung für alle Jüngeren von uns: Damals bekam man bei Krankheit keine 6 Wochen Lohnfortzahlung, sondern z. T. erst nach 1 bis 3 Karenztagen Krankengeld von der Krankenkasse, das natürlich erheblich niedriger war.
  • Vor 40 Jahren, als Rudolf Bölting und Rolf Terörde in unsere Partei eintraten, setzte die SPD auf den Kurs gesellschaftlichen Fortschritts: mehr Humanität, gleiche Lebenschancen, mehr soziale Gerechtigkeit für die Bürgerinnen im Gemeinwesen. Als Beispiele hierfür sei die Einführung des BAföG, eine neue Betriebsverfassung, Verbesserung des Mietrechts oder der Transitvertrag mit der damaligen DDR genannt. Willi Brand erhielt 1971 den Friedensnobelpreis.
  • Ja und vor etwa 25 Jahren - 1988/1989 -  sind 12 Mitglieder unseres Ortsvereins der SPD beigetreten. Es war die Zeit, als Johannes Rau unter dem Motto „Versöhnen statt spalten“ um Unterstützung und für Fairness im politischen Umgang, um verlorenes Vertrauen in die Politik zurück zu gewinnen, warb. Besonders geprägt war die Zeit von der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl. Die SPD forderte die „Null-Lösung“ bei atomaren Mittelstreckenwaffen und beschloss auf ihrem Parteitag in Nürnberg den Atomausstieg und dem Umstieg zu erneuerbaren Energien.

Liebe Jubilare, wenn ihr euch diese -  ja nur exemplarisch aufgezählten Leistungen der SPD - vor Augen führt, kommt ihr sicher zu dem Schluss, dass ihr seinerzeit, vor 50, 40 oder 25 Jahren eine sehr kluge und  richtige Entscheidung getroffen habt, als ihr euch für eine Mitgliedschaft in der SPD entschieden habt.  Sicher war in den vergangenen Jahren nicht alles positiv, die Partei hat auch Fehler gemacht. So hat es auch noch in jüngerer Zeit bittere Wahlniederlagen gegeben, die man nicht einfach dem politischen Gegner oder den Medien in die Schuhe schieben kann. Aber gerade die SPD hat in den Jahren eurer Mitgliedschaft  wirklich fundamental wichtige Weichenstellungen für unser Land getroffen. Die Historiker sind sich heute einig, dass Willy Brands Ostpolitik die Weichen für die Wiedervereinigung gestellt hat. Und wie zukunftsweisend und vernünftig die damalige Entscheidung über den Ausstieg aus der Atomenergie war, zeigte sich vor 3 Jahren, als nach dem schrecklichen Unglück in Fukushima der Atomausstieg in Deutschland nahezu  über Nacht politisch konsentiert werden konnte.

Selbstverständlich hat die SPD in den letzten 25, 40 und 50 Jahren nicht nur auf nationaler oder regionaler Ebene viel erreicht. Auch die Genossinnen und Genossen hier bei uns in Rhede haben in diesen Jahren gute Arbeit geleistet. Dies ist mir z. B. auch von allen Jubilaren versichert worden, mit denen ich im Vorfeld unserer heutigen Versammlung darüber gesprochen habe. Auch diejenigen Jubilare, die heute nicht kommen konnten, haben mir mitgeteilt, dass sie die Arbeit der SPD Rhede schätzen und selbstverständlich der Partei und dem Ortsverein weiterhin die Treue halten.

Nicht jedes Parteimitglied möchte oder kann politisch aktiv sein. Dennoch gilt, wie ich bereits eingangs erwähnte,  auch euch unsere uneingeschränkte Wertschätzung für eure langjährige und treue Parteizugehörigkeit in erfolgreichen, aber auch weniger erfolgreichen Zeiten, für die ideelle Unterstützung der politischen Arbeit der Partei und des Ortsvereins oder auch die zeitweise Unterstützung und Mitwirkung, beispielsweise durch kurzzeitiges  Engagement in den Wahlkämpfen.  Besonders erwähnen möchte ich  aber auch das Engagement  derjenigen Jubilare, die in der Vergangenheit im Vorstand des Ortsvereins und/oder in der Fraktion und als SPD-Ratsmitglied mitgearbeitet und gewirkt haben. Dies sind  – und ich hoffe jetzt niemanden zu vergessen – Rolf Terörde, der auch etliche Jahre Fraktionsvorsitzender war, Rudolf Bölting, Berthold Hovestädt und Rita Möhlenkamp. Zwei der heutigen Jubilare bzw. Jubilarinnen  sind noch aktiv im Vorstand und in der Fraktion tätig, nämlich Sigrid Teschlade und Ludger Weidemann. Euch allen gilt natürlich der besondere Dank für eure Arbeit und euer Engagement zum Wohle der Partei und letztlich und das scheint mir das entscheidende, zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt. Wenn ich einen der aktiven bzw. ehemaligen aktiven Jubilare noch nicht erwähnt habe, dann nicht, weil ich ihn vergessen habe. Ich meine nämlich unseren Ehrenvorsitzenden Hubert Ueffing, den man nicht einfach hier so einreihen kann. Jeder im Raum weiß um die Verdienste, die sich Hubert in seiner langen politischen Laufbahn erworben hat. Dennoch ist auch an so einem Tag daran zu erinnern, dass Hubert Ueffing als erster und bisher noch einziger Rheder Sozialdemokrat das Amt des Bürgermeisters innehatte. Seinerzeit hatten wir noch die Doppelspitze mit dem Stadtdirektor als Verwaltungschef und einen ehrenamtlichen ersten  Bürgermeister.  Als Bürgermeister hat sich Hubert vor allem als Fürsprecher der Bürgerinnen und Bürger hohes Ansehen erworben. Dabei war er aber bei weitem nicht nur Repräsentant, sondern durch seinen Sachverstand und seine vermittelnde Art hat er sich auch im politischen Geschäft Respekt und Anerkennung verschafft. Natürlich hat er auch in all den Jahren der Partei gedient, war viele Jahre bis heute im Vorstand des Ortsvereins in verschiedenen Funktionen und über die Grenzen von Rhede hinaus aktiv, wie z. B. im Vorstand der Arge60 plus des Unterbezirks Borken. Nicht vergessen ist auch, dass Hubert gewerkschaftlich tätig war und sich insbesondere bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand als Betriebsratsvorsitzender bei der Fa. Harde & Rössing engagiert hat. Lieber Hubert, diese kurze skizzenhafte Aufzeichnung deiner politischen und gewerkschaftlichen Aktivitäten zeigen eine Lebensleistung auf, die auch immer geprägt war durch deine Parteizugehörigkeit und  deinen tiefen sozialdemokratischen Geist. Deshalb sagen wir dir auch am heutigen Tag, an dem wir dich für 50 Jahre Mitgliedschaft in der Sozialdemokratischen Partei Deutschland ehren, ganz herzlichen Dank für deinen unermüdlichen Einsatz in für diese, unsere SPD.

Schließen möchte ich meine kurze Ansprache heute mit einem Zitat von Helmut Schmidt. Es gibt ja reichlich Zitate von ihm, viele amüsante, aber auch etliche nachdenkliche. Ich habe mich für ein älteres Zitat von ihm entschieden, das mir aber vor dem Hintergrund der gerade beschlossenen „schwarzen Null“, auf die unser Bundesfinanzminister so stolz ist, sehr aktuell erscheint und das uns vor allem hier in Rhede  bei den anstehenden Haushaltsberatungen 2015 eine Orientierung sein kann. So lautet ein Hinweis des weisen Exkanzlers: 

„Was Wachstum schafft, darf sehr wohl mit Schulden finanziert werden“.

Weiterhin richtete Hans-Peter Kemper ein Grußwort an die Jublilare. Dabei  dankte er ihnen für ihre langjährige Mitgliedschaft.  Vor allem die Jubilare, die viele Jahre aktiv partei- oder kommunalpolitisch tätig waren bzw. noch sind, bezeichnete er als große Stütze der Partei und des Ortsvereins. In seiner Ansprache stellte er besonders seine gute Verbindung zu Hubert Ueffing heraus und ging dabei auch  auf dessen Engagement für die AWO ein. Auch mit Rolf Terörde verbinde ihn ein ganzes Stück gemeinsame politische Arbeit. Verbindung mit Rolf habe er aber bereits durch dessen Vater gehabt, der ihn beruflich bei der Bocholter Polizei eingeführt habe.

Rudolf Bölting und auch andere Jubilare habe er vor vielen Jahren bei  gemeinsamen Berlinfahrten kennen und schätzen gelernt.

Anschließend nahmen Hans-Peter Kemper und Bernd-Josef Beckmann die Ehrung der langjährigen Mitglieder vor, indem sie die Parteiabzeichen, Urkunden und ein Blumengebinde an

  • Hubert Ueffing für 50 Jahre Mitgliedschaft in der SPD
  • Markus Bröker, Reinhold Füssner, Berthold Hovestädt, Ruth Hovestädt, Rita Möhlenkamp, Sigrid Teschlade und Ludger Weidemann für 25 Jahre SPD-Mitgliedschaft

überreichten.

Nicht anwesend sein konnten die Jubilare:

  • Georg Rang (50 Jahre Mitgliedschaft)
  • Rudolf Bölting (40 Jahre Mitgliedschaft)
  • Rolf Terörde (40 Jahre Mitgliedschaft)
  • Niels Blum, Klaus Bölting, Peter Gerten, Herbert Schlütter und Marcel Wansing (25 Jahre Mitgliedschaft).

TOP3: Verschiedenes

Der Vorsitzende beglückwünschte die beiden Vorstandsmitglieder Linda und Frank Teschlade zur Vermählung und wünschte dem jungen Paar als Gute für die gemeinsame Zukunft.

 

Für das Protokoll:

gez. Lennart Schwark

1.Schriftführer

 

Termine

Alle Termine öffnen.

20.11.2017, 18:00 Uhr Sitzung der SPD-Fraktion

22.11.2017, 18:00 Uhr - 22.11.2017 Sitzung des Ausschusses für Soziales, Bildung und Sport

27.11.2017 Sitzung der SPD-Fraktion

27.11.2017, 18:00 Uhr Sitzung der SPD-Fraktion

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Aktuelles aus NRW

Der Link zur NRWSPD SPD-Fraktion Landtag NRW Der offizielle Blog der NRWSPD Die Mitmachpartei NRWSPD, das Forum

Es gibt keine große Koalition, auch wenn Merkel und die Schwampel scheitern. Diese Position hat der Landesparteirat der NRWSPD noch einmal per Beschluss bekräftigt. Das Gremium bestätigte zudem die Vorsitzende im Amt.

 

Ulla Schulte, MdB Kreis Borken

15.11.2017 19:32
Fraktion im Dialog.
Wenn der Duft von Dominique Niemeyers Waffeln durch Borken strömt, nehmen sich die Menschen auch bei ungemütlichem Wetter ein paar Minuten Zeit. Fraktion im Dialog so lautete unsere Aktion mit der wir erfahren wollten, was die Bürgerinnen und Bürger von uns erwarten. In den Gesprächen wurde deutlich, dass man vor allem eine klare Haltung zu den drängendsten Probleme einfordert. Die Menschen wollen zudem wissen, warum es sich lohnt SPD zu wählen. Mehr Mut kann ich da nur sagen! Es ist immer noch modern, für Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität zu kämpfen. #dialogspdbt

Zuhören, verstehen, handeln: Die SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag will wissen, warum sozialdemokratische Politik viele Menschen nicht mehr erreicht. Was läuft schief?
Deshalb schwärmen die SPD-Abgeordneten in ihre Wahlkreise aus. Unter dem Motto "Fraktion im Dialog" wollen sie mit den Bürgerinnen und Bürgern in den nächsten Jahren ins Gespräch kommen, hören, wo der Schuh drückt, verstehen, was die Menschen auf dem Herzen haben und dann im Bundestag entschlossen handeln.

Die Aktionen sind vielfältig: Tür-zu-Tür-Gespräche, Infostände, Versammlungen oder Vereinstreffen. Der Auftakt findet in der Woche vom 13. bis 19. November 2017 statt. Bürgerinnen und Bürger können ihre Vorschläge und Anmerkungen auch auf der Website der SPD-Bundestagsfraktion unter www.spdfraktion.de/dialog einbringen.

Ursula Schulte wird mit vielen kommunalpolitischen Parteifreunden am Dienstag, 14. November 2017, in der Zeit von 16.30 - 18.30 Uhr, mit einem Infostand "Am Vennehof 2, Borken" als Ansprechpartnerin zur Verfügung stehen. Hier kann man bei einer leckeren Tasse Kaffee ins Gespräch kommen.

Es geht vor allem um die Fragen,

Die Sondierungen lassen massive Rückschritte beim gesundheitlichen Verbraucherschutz und in der Ernährungspolitik befürchten. Die künftige Koalition hat keinerlei Pläne, um Verbraucher zu stärken und eine gesunde Ernährung zu erleichtern.

"Wir fordern die Umsetzung der Nationalen Reduktionsstrategie für weniger Zucker, Fett und Salz in Lebensmitteln. Auf Initiative der SPD ist diese Reduktionsstrategie mit Unterstützung der CDU/CSU bereits vor über zwei Jahren beschlossen worden.

Doch nun setzen die künftigen Koalitionäre allein auf Aufklärung. Die Lebensmittelwirtschaft in die Pflicht zu nehmen, dazu fehlt der Schwarzen Ampel der Mut. So bleibt der gesundheitliche Verbraucherschutz auf der Strecke.

 

Aktuell Newsletter Ulla Schulte

 

News Unterbezirk Borken

Liebe Genossinnen und Genossen,

zur nächsten Sitzung des UB-Beirates, die am Freitag, den 17. Nov. 2017 - 18:00 Uhr im "Burghotel Pass" in Oeding stattfindet, wird hiermit freundlich eingeladen.

 

Neuigkeiten

16.11.2017 09:26 Im Bereich Digitalisierung wagt Jamaika keinen großen Wurf
Bundeskanzlerin Merkel und FDP-Chef Lindner haben zur Digitalisierung Deutschlands in den letzten Monaten große Ankündigungen gemacht. Davon ist bei den „Jamaika“-Sondierungen wenig zu sehen, kritisiert Lars Klingbeil, netzpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion. Mit „Trippelschritten“ könne Deutschland seinen gewaltigen Rückstand nicht aufholen. „Im Bereich Digitalisierung wagt Jamaika keinen großen Wurf. Das Zukunftsthema Nummer eins wird wie ein Randthema behandelt.

16.11.2017 09:25 Bezahlbarer Wohnraum darf kein Luxus sein
Laut einer aktuellen Schätzung sind in Deutschland etwa 860.000 Menschen wohnungslos, Tendenz steigend. Trotz wachsender Zahlen von Baugenehmigungen und fertiggestellten Wohnungen ist offensichtlich, dass sich der Ausstieg der öffentlichen Hand aus dem Wohnungsbau nun in steigender Wohnungsnot niederschlägt. „Die SPD-Bundestagsfraktion sieht dringenden Handlungsbedarf für mehr sozialen Wohnungsbau. Wir wollen deshalb den von Bundesbauministerin Hendricks eingeschlagenen

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