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SPD Rhede

Kommunalpolitik


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Wahlprogramm 2020

Die Stadt, die uns am Herzen liegt, stärken 

Wir wollen eine lebendige, lebens- und liebenswerte Stadt, in der sich alle Menschen wohl fühlen. Eine Stadt, die die Menschen als Heimat wahrnehmen und in der sie sich selbst einbringen können. 

Als Sozialdemokraten haben wir die wirtschaftsliberale Devise „privat vor Staat“ stets kritisch gesehen. Nun hat uns die Corona-Pandemie deutlich vor Augen geführt, dass die Befürworter eines schlanken Staates und der Privatisierung öffentlicher Aufgaben falsch lagen. Insbesondere ein gutes Gesundheitswesen und eine funktionierende öffentliche Verwaltung haben uns in Deutschland wie auch vor Ort in Rhede vor einem deutlich schlimmeren Ausmaß bewahrt. Die Pandemie hat uns gezeigt, wie existenziell wichtig ein gut funktionierendes Gemeinwesen in der Stadt und der Region, wo wir leben, ist. Deshalb stehen wir mit aller Konsequenz zur öffentlichen Verantwortung bei zentralen Aufgaben der kommunalen Daseinsvorsorge. 

Der in Rhede aus Anlass der Corona-Krise eingerichtete Krisenstab hat bisher gut funktioniert. Für uns stellt sich allerdings schon die Frage, warum der Beigeordnete und nicht wie üblich der Bürgermeister selber die Leitung des Krisenstabes und damit die Verantwortung für die örtlich zu treffenden Maßnahmen übernommen hat? Stattdessen hat der Bürgermeister lieber Schutzmasken verteilt, die, aus Steuermitteln finanziert, sich nachträglich als untauglich erwiesen haben. Ob die anschließend in der Innenstadt aufgestellten „Rheemisen“ Rhede attraktiver machen, überlassen wir dem Auge des Betrachters. Jedenfalls ist bisher nicht klar, mit welcher Summe diese hygienisch nicht unproblematischen Boxen trotz Spenden den städtischen Haushalt, vor allem auch im Hinblick auf die Folgenkosten (Wartung, Überwinterung), belasten wird. 

Selbstverständlich verkennen wir nicht die schwierige Situation für die Gastronomie. Deshalb wäre es hilfreicher, die Gastwirte, wie auch andere Rheder Unternehmen, mit wesentlich effektiveren Maßnahmen zu unterstützen. Gute Beispiele dafür ließen sich durchaus in anderen Kommunen finden. 

Die Digitalisierung durchdringt mehr und mehr unseren Alltag. Sie muss in der Verwaltung der Stadt Rhede forciert fortgesetzt werden. Wir streben allerdings eine bürgerfreundliche Gestaltung an. Menschen, die sich in der digitalen Welt nicht zurechtfinden, müssen sicher sein dürfen, dass sie auch ohne Internet von der öffentlichen Verwaltung gut beraten werden und ihre Leistungsansprüche ohne Nachteile realisieren können. 

Für die Erbringung der städtischen Aufgaben und Dienstleistungen fordern wir eine sozialverträgliche und ökologisch verantwortungsvolle Ausrichtung. Insbesondere dürfen die geltenden Grundsätze von Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit nicht zu Sozial- und Lohndumping führen. Wir setzen uns dafür ein, dass Reinigungskräfte in den Schulen und öffentlichen Gebäuden angemessen bezahlt und realistische Zeitvorgaben erhalten. 

Ein Grundbedürfnis: bezahlbares und umweltverträgliches Wohnen 

Die gute Konjunkturphase ließ auch in Rhede etliche private Wohnungsobjekte entstehen, die aber in der Regel nur von zahlungskräftigen Käufern oder Mietern in Anspruch genommen werden können. Es fehlt weiterhin bezahlbarer Wohnraum für viele Bürgerinnen und Bürger: Für Rentner, Familien, Paare und Einzelpersonen. Deshalb fordern wir bei neuen Wohnbauprojekten einen Anteil von mindestens 25 % öffentlich geförderter Wohnungen. Im Übrigen fehlen auch bezahlbare Wohnungen für Menschen außerhalb der Einkommensgrenzen für einen Wohnberechtigungsschein. 

Wir wollen eine aktivere Rolle der Stadt in der Wohnungspolitik. Sie muss soziale Ziele mit den Prinzipien von Nachhaltigkeit und Umweltschutz verbinden. Hierzu sind, z.B. durch verbindliche Planungsvorgaben, Voraussetzungen zu schaffen, damit die Wohnungsbauförderprogramme besser genutzt werden. Außerdem muss die Entwicklung von neuem Wohnbauland zu Lasten von wertvollen Grünflächen und landwirtschaftlichen Produktionsflächen soweit wie möglich vermieden werden. 

Schließlich sollten zunehmend Mehrfamilienhäuser mit kreativen Gestaltungs- und Nutzungskonzepten auch in Rhede zu einem sozial und ökologisch attraktiven Wohnungsangebot werden, bei dem auch eine innovative Energieversorgung (z.B. Blockheizkraftwerke) für größere Wohnprojekte oder Siedlungsbereiche zu einer Reduzierung des CO-2 Ausstoßes beiträgt. 

Für die Unterbringung von Menschen in schwierigen sozialen Verhältnissen oder von Menschen mit Migrationshintergrund haben wir uns in der Vergangenheit stets für dezentrale Lösungen ausgesprochen. Deshalb hatten wir auch gegen die Erweiterung der Asylbewerberunterkunft am Büngerner Weg votiert. Im Hinblick auf die Problemlage im Achtstock an der Kleiststraße halten wir deshalb bei einer Neubauplanung eine dezentrale Lösung für zwingend. 

Das „Gängesken“ im Herzen der Stadt ist für viele Rheder eine wertvolle, idyllische Oase, bei dem so mancher Stadtplaner ins Schwärmen gerät. Realistisch betrachtet, erscheint uns aus verschiedenen Gründen in den nächsten Jahren eine grundlegende planerische Neubetrachtung dieses Areals nicht hilfreich oder Ziel führend. Die nachfolgenden Generationen werden es uns danken. 

Am Anfang steht die Bildung: Kitas, Schulen, Ganztag 

Kitas sind und werden noch wichtiger, nicht nur für Eltern in „systemrelevanten“ Berufen. Auch wenn für viele Eltern zunehmend das Homeoffice als Arbeitsplatz dient, ist konzentriertes Arbeiten meistens nicht mit einer gleichzeitigen kindgerechten Betreuung vereinbar. Aufgrund der gesetzlichen Vorgaben sind in Rhede in den letzten Jahren viele neue Kita-Plätze entstanden. Eine Erweiterung befindet sich in der Bauphase. Ausreichende und qualitativ gute Einrichtungen sind uns enorm wichtig, genauso wie die anständige Bezahlung der Erzieherinnen. Auch wenn wir darauf als Kommunalpolitiker kaum Einfluss haben, nach „oben“ machen wir uns dafür stark, erst recht, weil es auch unsere Stadt betrifft. 

Da eine Sanierung und Erweiterung der Overberg-Grundschule wegen der baulichen Gegebenheit ausscheiden, ist ein Neubau unausweichlich. Ohne Frage wäre die Grundschule an der Burloer Straße auch künftig richtig platziert. Aber wenn der Platzbedarf für eine zukunftsfähige und nach modernen Gesichtspunkten ausgerichtete Grundschule mit Turnhalle, Mensa, Räumlichkeiten für den Nachmittagsunterricht usw. dort an der Grundschule nicht ausreicht, muss eine Alternative gefunden werden. Wir halten nach Abwägung vieler Argumente einen Standtort neben der Gesamtschule für am besten geeignet. Wichtig ist, dass die Realisierung nicht auf die lange Bank geschoben wird, denn räumliche Enge und andere Mängel dulden keine jahrelangen Verzögerungen mehr. 

Die sich inzwischen schon über vier Jahre zäh hinziehenden Sanierungs- und Erweiterungsarbeiten an der Gesamtschule betrachten wir mit großem Unverständnis. Die europaweiten Ausschreibungen, Asbestprobleme und gestiegenen Handwerkerkosten allein erklären mittlerweile nicht mehr die zeitlichen Verzögerungen und den dramatischen Anstieg der Gesamtkosten von ursprünglich 18 auf inzwischen mehr als 25 Mio. Euro. Da der Bürgermeister dieses Projekt zur Chefsache erklärt hat, muss er sich dieser Misere stellen und die Verantwortung dafür übernehmen. Allerdings scheint dem Bürgermeister wie auch Teilen der Politik die Bedeutung dieses Projektes für die Entwicklung unserer Stadt, für die Zukunft der Kinder und für die heimische Wirtschaft nicht wirklich klar zu sein. Scheitert die Gesamtschule wegen der Dauerbaustelle an der Akzeptanz wäre auf Dauer die weiterführende Schule in Rhede komplett in Gefahr. Wir können schon deshalb auch künftig nicht mit Kritik hinter dem Berg halten und werden die notwendigen politischen Entscheidungen mit unseren Möglichkeiten forcieren. Es muss gelingen, die Schule bis zum Beginn des Schuljahren 2021/22 endgültig fertig zu stellen. 

Die sich massiv verzögernden Sanierungsarbeiten an der Gesamtschule führen auch dazu, dass Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen an den anderen Rheder Schulen nach hinten 

geschoben werden. Wir sehen hier in den nächsten Jahren neben dem Neubau der Overberg-Grundschule ebenfalls Handlungsbedarf. 

Es wird viel geredet, aber es passiert so gut wie nichts. Wir meinen die Digitalisierung an den Schulen. Mit I-Pads in der Oberstufe der Rheder Gesamtschule ist es längst nicht getan. Finanzielle Mittel des Bundes aus dem sog. Digitalpakt stehen auf Abruf bereit. Im internationalen Vergleich sind unsere Schulen deutschlandweit und auch in Rhede schlecht aufgestellt. Rhede muss auch in dieser Beziehung besser werden, und zwar so schnell wie möglich im Interesse unserer Kinder und der Wirtschaft. Damit jede(r) Schüler/in am digitalen Lernen teilnehmen kann, sind schnellstmöglich für alle Kinder von der Grundschule bis zur Sekundarschule Tabletts als künftig unverzichtbare Arbeitsmittel anzuschaffen. Der Bund stellt explizit dafür erhebliche Fördermittel zur Verfügung. 

Die offene Ganztagsschule (OGS) hat sich inzwischen auch in Rhede etabliert. Wir wollen sicherstellen, dass alle Kinder, die das Angebot in Anspruch nehmen möchten, einen Platz erhalten. Gleichzeitig legen wir unser Augenmerk auf ein qualifiziertes Angebot, weil politische Entscheidungsträger zu gerne das pädagogische Angebot nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten ausrichten. Um künftig die turnusmäßigen ausschreibungsbedingten Trägerwechsel und die daraus resultierenden Nachteile für die Schüler/innen und Mitarbeiter/innen zu vermeiden, machen wir uns für eine Übernahme des OGS-Betriebes durch die Stadt stark. 

Eine liebenswerte Stadt ohne ein gutes Sport- und Kulturangebot geht gar nicht 

Sport ist nicht nur Ausdruck von Lebensfreude, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zur Gesundheit der Menschen. Sport ist ebenso wie das kommunale Kulturangebot Schlüssel zur gesellschaftlichen Teilhabe, Identität, Solidarität und Integration – eben ein Stück Heimat. 

Die Sporteinrichtungen sowie die kulturellen Einrichtungen und Aktivitäten in Rhede sind unverzichtbar und deshalb keine „stille Finanzreserve“ im städtischen Haushalt, sondern kommunale Pflicht. 

Die Zusammenarbeit der Sport- und Kultureinrichtungen mit den Schulen, vor allem mit der Gesamtschule muss unseres Erachtens forciert werden. Auch um den für Rhede bedeutenden Leichtathletikstützpunkt in Rhede zu halten, ist in den nächsten Jahren eine grundlegende Sanierung der LAZ-Leichtathletikhalle unausweichlich. Als wertvolle Freizeiteinrichtung ist weiterhin der Betrieb des Hallen- und Freibades durch die Stadtwerke Rhede sicherzustellen, womit wir eine reine wirtschaftliche Betrachtung ablehnen. 

Um den erfolgreichen Vereinssport in unserer Stadt gerecht zu werden, haben wir uns bereits für eine neue Dreifachsporthalle als Ersatz für die Halle an der Overberg-Grundschule ausgesprochen. An dieser Position werden wir natürlich auch in der nächsten Wahlperiode festhalten. 

Wir unterstützen die Bestrebungen des Heimat- und Museumsvereins, das Medizin- und Apothekenmuseum durch Modernisierung und Erweiterung attraktiver und zukunftsfähiger zu machen. Da das Museum ein Attraktivitäts- und Imagegewinn für Rhede darstellt, werden wir uns auch für eine finanzielle Unterstützung aus städtischen Mitteln stark machen. 

Mobilität bedeutet Freiheit, aber der Umweltschutz erfordert dringend ein Umdenken 

Zwar bedeutet Mobilität auch Freiheit, aber die Klimaveränderungen zeigen uns die Grenzen auf. Deshalb muss es auch in Rhede Ziel sein, soweit wie möglich auf den PKW zu verzichten. Zwangsläufig wird sich die Mobilitätswende in ländlichen Regionen aber anders gestalten als in Ballungszentren. 

Wir wollen, dass Fußgänger, Fahrräder und Autos in der Innenstadt verkehrstechnisch als gleichwertige Teilnehmer eingestuft werden. Wegen der bundesweit propagierten „Verkehrswende“ kann im Hinblick auf die auch in unserer Stadt zu erwartenden Veränderungen auf neue große Parkplätze, auf Parkhäuser und neue städtische Tiefgaragen verzichtet werden. Eine Bewirtschaftung knapper Parkflächen würde in der Innenstadt zu einer ausreichenden Entlastung führen. Wie verschiedentlich dargestellt, sprechen gute Gründe, wie u. a. die geplante Bebauung des ehemaligen Stadtwerkegelände, für eine Wiedereröffnung der Industriestraße. 

Für die notwendige Verkehrswende ist dringend eine Stärkung des öffentlichen Personennahverkehrs erforderlich. Eine bedeutende Grundlage dazu sehen wir in dem Bau einer attraktiven zentralen Bushaltestelle als moderne Mobilitätsstation mit ausreichenden Fahrradabstellmöglichkeiten, Wartezonen, Kiosk u. ä. Hierzu bietet sich das Gelände der ehemaligen Kreisberufsschule an der Südstraße an. Gleichzeitig könnte der Bürgerbus die „Zubringerfahrten“ zur zentralen Bushaltestelle sicherstellen. 

Ergänzend oder alternativ stellen wir uns eine Ausdehnung des Bocholter Stadtbusverkehrs auf das Rheder Gebiet vor. Darüber sollten zeitnah Verhandlungen mit den hierfür zuständigen Stellen des Kreises und der Stadt Bocholt aufgenommen werden. Ganz besonders wichtig ist uns eine Verbesserung der Erreichbarkeit der ambulanten und stationären Einrichtungen des Bocholter Krankenhauses mit öffentlichen Verkehrsmitteln. 

Erhalt von guten Arbeitsplätzen, Sicherstellung der Grundversorgung und ökologische Aspekte sind unsere Beweggründe für die kommunale Wirtschaftsförderung 

Moderne Unternehmen erhalten und schaffen gute Arbeitsplätze vor Ort, sichern z. B. in Form der Handelsunternehmen oder medizinischer Angebote unsere Grundversorgung, machen Rhede attraktiv und sind nicht zuletzt wegen der Vermeidung langer Anfahrtswege ökologisch sinnvoll. 

Deshalb sind weiterhin der Glasfaserausbau und die notwendigen technischen Möglichkeiten zu forcieren, um schnelles Internet für die Unternehmen, einschl. der Landwirtschaft, zu ermöglichen. Um dem Fachkräftemangel zu begegnen, sind ausreichend bezahlbare Wohnungen ebenso wichtig wie eine Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs 

Grundlage eines soliden Wirtschaftsstandortes sind aber die Bildungseinrichtungen der Stadt. Im Hinblick darauf nimmt die Gesamtschule Rhede einen besonders wichtigen Stellenwert ein. Gerade deshalb sind die schleppenden Sanierungsarbeiten an der Gesamtschule, wie bereits oben ausgeführt, ein besonders wunder Punkt im Verwaltungshandeln der letzten Jahre. Folglich brauchen wir auch im Hinblick auf die noch notwendigen Investitionsmaßnahmen für die Rheder Schulen eine durchsetzungsstarke Managerin an der Verwaltungsspitze. 

Die heimische Landwirtschaft für uns längst kein Randthema mehr 

Landwirtschaft und Sozialdemokratie, dies – so schien es – passt nicht wirklich zusammen und so hielt sich das gegenseitige Interesse auch lange Zeit in Grenzen. Aber inzwischen ist längst klar, dass verantwortungsbewusst handelnde landwirtschaftliche Familienbetriebe unsere Solidarität und Unterstützung brauchen und nutzen. Auch wenn wir hier vor Ort nicht die national und EU-weit festgelegten Rahmenbedingungen beeinflussen können, sehen wir die inzwischen existenziellen Sorgen vieler Landwirte. Eine massenhafte Aufgabe der regionalen landwirtschaftlichen Familienbetriebe würde zu einer weiteren Verlagerung der Produktion unserer Nahrungsmittel ins Ausland führen. Das wollen und müssen wir aus Gründen der Versorgungssicherheit genauso wie aus ökologischen Gründen vermeiden. Die vielfach berechtigten Forderungen einerseits und die erkennbaren Anstrengungen andererseits um Tierwohl, Artenvielfalt, Erhalt von Grünflächen und Wertschätzung guter Nahrungsmittel braucht unseres Erachtens mehr gegenseitigen Respekt und gesellschaftliche Akzeptanz. Wir setzen diesbezüglich auf mehr Dialog und – auch selbstkritisch – auf mehr Weitsicht. 

Nachbarschaften und Quartiere sind keine Relikte aus vergangenen Zeiten, sondern Gemeinschaften, die Solidarität und heimische Atmosphäre ermöglichen 

Demografische Entwicklungen, Veränderungen im bisher prägenden kirchlichen Gemeindeleben und allgemeinen Vereinswesen ist kein Zukunftsszenario, sondern erfordern in den nächsten Jahren auch in Rhede neue Angebote und Projekte. Deshalb brauchen wir ausreichend Begegnungsräume für Kinder, Jugendliche, Familien und Senioren auch in den Rand- und Außenbezirken. Wir möchten, dass die Stadt diesbezügliche Initiativen und das Engagement von Bürgern fördert und zu unterstützt. 

Eine Hausarztpraxis „um die Ecke“ ist lebenswichtig und Pflegebedürftige möchten im Alter in ihrer Heimatstadt wohnen 

Die Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung war in den letzten Jahren immer wieder Thema von Politik und Verwaltung. Die Beteiligung am überörtlichen Ärztenetzwerk „BORIS“ ist aus unserer Sicht auch wegen der schwierigen Versorgungslage anderer Kommunen allein nicht ausreichend. Ein regelmäßiger Dialog mit den ansässigen Ärzten über die Versorgungslage ist ebenso notwendig, wie attraktive Schulen und Freizeiteinrichtungen, um medizinische Kräfte für Rhede zu begeistern. 

Die seinerzeit vehement von der Rheder CDU gegen eine zweite Pflegeeinrichtung vorgebrachten Argumente hatten sich bereits mit der Inbetriebnahme des Azurits in Luft aufgelöst. Inzwischen sind Jahre vergangen und die Zahl der Pflegebedürftigen nimmt zu. Um 

keine Engpässe, auch nicht bei der Kurzzeitpflege, aufkommen zu lassen, sind nach unserer Einschätzung zeitnah der Bedarf für eine dritte Einrichtung in Rhede zu klären und ggf. die Weichen für eine Realisierung zu stellen. Ebenso ist der Bedarf alternativer Wohnformen für Senioren zu ermitteln. 

 
 

Neuigkeiten

26.11.2020 11:22 Regine-Hildebrandt-Preis 2020 geht an zwei Vereine in Hessen und Mecklenburg-Vorpommern
Der diesjährige Regine-Hildebrandt-Preis 2020 der SPD geht an den Verein „Fulda stellt sich quer“ (Hessen) sowie den Förderverein „Miniaturstadt Bützow“ (Mecklenburg-Vorpommern). Der Preis ist insgesamt mit 10.000 Euro dotiert.Manuela Schwesig, Schirmherrin des Regine-Hildebrandt-Preises: „Mit dem Preis wollen wir diejenigen für ihr zivilgesellschaftliches Engagement auszeichnen, die sich oft an der breiten Öffentlichkeit vorbei für unsere Werte

25.11.2020 11:26 Gewalt an Frauen – „Das Thema geht uns alle an“
Anlässlich des diesjährigen Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen am 25. November hissen die SPD-Vorsitzende Saskia Esken und SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil heute vor dem Willy-Brandt-Haus eine symbolische Fahne für die Opfer. Gemeinsam mit der Bundesvorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) Maria Noichl erklären sie: Saskia Esken:„Frauen haben das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben frei von Manipulation und frei von Gewalt.

Ein Service von websozis.info

 

Aktuelles aus NRW

Der Link zur NRWSPD SPD-Fraktion Landtag NRW Der offizielle Blog der NRWSPD Die Mitmachpartei NRWSPD, das Forum

Der Landesvorstand hat in seiner heutigen Sitzung den ordentlichen Landesparteitag der NRWSPD für den 6. und 7. März 2021 als Präsenztermin einberufen. Sollte der Parteitag aufgrund des COVID-19-Infektionsgeschehens nicht in Präsenz stattfinden können, werden alternative Durchführungsmöglichkeiten geprüft. Die Landesdelegiertenkonferenz zur Aufstellung der Bundestagsreserveliste für die Bundestagswahl 2021 wird für den 24. April 2021 einberufen. Sie

 

Ulla Schulte, MdB Kreis Borken

25.11.2020 12:42
Keine Gewalt an Frauen.
Jedes Jahr am 25. November findet der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen statt. Diese Gewalt hat viele Gesichter und äußert sich in sexueller Nötigung oder Freiheitsberaubung, bis hin zum Mord. Das alles passiert im häuslichen Umfeld, also genau dort, wo wir uns alle eigentlich sicher und geborgen fühlen sollten. Auch bei uns im Kreis Borken ist häusliche Gewalt ein Thema, die Zahlen haben sich von 2011 bis 2018 mehr als verdoppelt. Das Dunkelfeld ist groß, denn viele Frauen haben Angst, den Täter, der ja gleichzeitig ihr Lebensgefährte oder Ehemann ist, anzuzeigen. Frauenhäuser können helfen und sind der Zufluchtsort für misshandelte Frauen und ihre Kinder. Grundsätzlich gilt: Das Recht von Frauen und Mädchen auf ein Leben ohne Gewalt ist ein Menschenrecht, das weltweit umgesetzt werden muss.

Derzeit fluten hunderte von Mails mit der Aufforderung gegen die Änderung des Infektionsschutzgesetzes zu stimmen, meinen Account. Natürlich kann ich die Sorgen der Menschen um unsere Grundrechte gut nachvollziehen. Sie zu schützen, ist eine der vornehmsten Aufgaben von Politik. Allerdings halte ich den Vorwurf, dass Passagen des Infektionsschutzgesetzes an schlimmste Diktaturen erinnern, für vollkommen überzogen. Wir haben eine weltweite Pandemie und da gilt es vor allen Dingen Leben zu schützen und die gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung aufrecht zu erhalten. Und weil wir Menschen nicht alle vernünftig sind, siehe Leipzig am Wochenende, muss der Staat dafür sorgen, dass sich so wenig Menschen wie möglich anstecken, denn wir haben keine Medikamente und noch können wir nicht gegen dieses Virus impfen.

Die Einschränkungen sind schwerwiegend, das gebe ich unumwunden zu. Von einer akzeptablen Alternative, zu den verordneten Kontaktbeschränkungen, hat mir allerdings noch niemand berichten können. Und Kontaktbeschränkungen wirken, das sehen wir immer wieder. In den Mails wird zudem mit keinem Wort die großartigen Leistungen der Ärzte und des Pflegepersonals erwähnt. Tag für Tag versorgen sie schwer erkrankte Patienten und riskieren dabei eine Ansteckung. "Was ist eigentlich mit ihren Rechten?", frage ich mich angesichts der teilweise harschen Mails. Und will nicht jeder der Mailschreiber im Falle des Falles intensivmedizinisch behandelt werden? - ich denke wohl. Wahrscheinlich ändert sich dann auch der Blick auf diese Erkrankung und auf die Schutzmaßnahmen.

Der Deutsche Bundestag debattiert heute den 8. Altersbericht "Ältere Menschen und Digitalisierung". Der Bericht liefert zahlreiche Vorschläge, wie die digitale Spaltung unserer Gesellschaft verringert werden kann. Die SPD-Bundestagsfraktion knüpft gerne daran an, um die Lebensqualität für ältere Menschen weiter zu verbessern.

"Gerade angesichts der Kontaktbeschränkungen zum Schutz vor der Covid19-Pandemie ist es wichtig, ältere Menschen in den Blick zu nehmen. Sie sind als Risikogruppe besonders stark von Vorsichtmaßnahmen betroffen, insbesondere dann, wenn sie in einer stationären Einrichtung wohnen. Deshalb wollen wir für sie möglichst sichere Kontakte ermöglichen. Das geht besonders gut digital.

Der Oma mal schnell eine Textnachricht schreiben - das ist unkompliziert, solange Oma weiß, wie sie diese empfängt. Deshalb wollen wir die Bedingungen dafür schaffen und dafür werben, dass auch ältere Menschen digitale Möglichkeiten in ihrem Leben nutzen können. Mit dem Alter nimmt die Leichtigkeit ab, mit der technische Neuerungen erlernt werden. Was dagegen nicht abnimmt, ist die Freude am Leben der Familie teilzuhaben.

 

Aktuell Newsletter Ulla Schulte